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Schwer oder leicht?

Heute mal eine kleine Inspiration aus dem mentalen Bereich. Du weißt ja bereits, wie wichtig und wie unterschätzt die mentale Komponente im Triathlontraining ist. Die meisten Athleten und Coaches stürzen sich alleinig auf das körperliche Training und vernachlässigen die Psyche weitestgehend. Wie schwer oder leicht machst Du es Dir in Deinem Training?

Die provozierende Frage an Dich als Leser: Wie schwer machst Du es Dir? Muss es schwer sein, hart sein, brutal sein? Oder darf es auch leicht von der Hand gehen?

Ich kenne diese Thematik aus allen anderen Lebensbereichen. Denn auch jede Menge Selbständige oder Unternehmer können ihren Erfolg – in welcher Ausprägung auch immer – nur wirklich annehmen und genießen, wenn er „hart erarbeitet“ war. Wenn sie „das Geld im Schlaf verdient haben“, ist es in ihrer Vorstellung weniger wert. Ist es aber nicht. 100 Euro sind eben immer noch 100 Euro. Weshalb das auch eine schöne Metapher für unseren Mindfuck in Bezug auf’s Training ist. Auch hier ist das Ergebnis eben das Ergebnis – ungeachtet dessen, wie schwer Du es Dir gemacht hast.

Und bitte: Das soll jetzt in keiner Weise bedeuten, dass Training immer nur locker sein darf. Mitnichten! Aber Du kennst sicher auch jede Menge Athleten, für die es in jeder Trainingseinheit immer ein einziger Kampf ist. Sich selbst etwas beweisen, anderen etwas beweisen, Strava-KOMs … Du kennst das Spiel.

Denk mal drüber nach! Und schreibe mir gern Deine Wahrnehmung als Kommentar unten rein!

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One Comment

  1. Hallo Jörg,

    ich hatte inbesondere deine Artikelreihe zum Thema polarisiertes Training sehr aufmerksam verfolgt und auch umgesetzt und ich denke, es besteht ein Zusammenhang zu deiner heutigen Frage.

    Man empfindet ein schweres Training sicher befriedigender und hat mehr das Gefühl etwas geschafft zu haben. Triathlon lebt aber in erster Linie von der Konstanz, von der Regelmäßigkeit. Es gibt nicht die eine Schlüsseleinheit. Sehr hartes Training schlägt stark auf den Hormonhaushalt und macht einfach müde. Folge: Unlust am Folgetag. Drei ruhige Traningstage sind sicher mehr Wert als ein harter Trainingstag gefolgt von zwei Ruhetagen. Daher Belastungsspitzen sehr dosiert einsetzten und lange Belastungen fürs Rennen aufsparen. „Chill to kill“ heißt hier in Puebla, Mexiko eine Trainingsgruppe, das trifft es. Das lässt sich auch aufs Berufsleben übertragen. Das Ergebnis von Fleiß und Konstanz ist in den meisten Berufen einfach wichtiger als der eine geniale Moment. In künstlerischen Berufen mag das anders sein. Aber auch Karl Lagerfeld arbeitete nach eigener Aussage 90% für den Paperkorb.
    Ich habe früher oft 60-70 Stunden die Woche gearbeitet. Kurzfristig hat man damit Erfolg, spätestens in der dritten Woche sinkt die Leistungsfähigkeit. Das ist nicht nachhaltig.

    Umgekehrt: Wer dauerhaft Zeit und Arbeit in sein Geschäft investiert ohne es zu übertreiben, wird die Früchte ernten.

    Gruß,

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