Cala S'Amarador

Die 5 größten Fehler im Trainingslager

Der Blick aus dem Fenster verrät es: Höchste Zeit, ins Trainingslager abzuhauen! Doch Vorsicht! Es lauern ein paar Fehler, die der noch nicht so erfahrene Triathlet machen kann. Und diese Fehler haben Konsequenzen…

Schlechtes Wetter daheim

Ich erinnere mich noch sehr genau daran: Über die Osterferien 1987 flog ich das erste Mal mit der Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Mallorca. Um genau zu sein, flog ich das erste Mal in meinem Leben überhaupt. What a thrill!

Nachdem das Wetter bei uns schon seit geraumer Zeit so wie auf obigem Bild aussieht, habe ich mich entschlossen, für ein paar Tage auf die nach wie vor beste Trainingsinsel zu verschwinden: Mallorca.

Und bei der Gelegenheit musste ich unweigerlich an die klassischen Fehler denken, die mir rund um’s Trainingslager immer und immer wieder begegnen (wahrscheinlich Dir auch).

Mallorca

Hier also meine Liste der Top 5

  1. Immer voll druff! „Hey, wenn ich schon eine/zwei Woche(n) im Trainingslager bin, will ich mir auch die maximale Dröhnung geben – ist doch klar, oder?“ Also wird in den Trainingstag gepackt, was nur rein passt. Bei weniger ambitionierten Kollegen auch gern kombiniert mit…
  2. Gruppendruck! Jawoll! „Wenn ich schon selbst nicht crazy genug bin, lass ich mich doch zumindest verleiten von den ganzen anderen Verrückten!“ … oder auch gern … „Wenn der Fritz schon 200 km auf dem Rad runterreisst und dann noch ein kleines 45 Minuten Koppelläufchen draufsattelt, dann kann ich da ja wohl nicht zurückstecken!“
  3. Planung – welche Planung? „Trainingslager heißt natürlich Ausnahmezustand – in jeder Beziehung! Da werfe ich selbstverständlich jede Planung von Bord!“ Gesamt-Periodisierung? Mikro-Planung für die Dauer des Trainingslagers? Ach was – voll druff (siehe Punkt 1)!
  4. Endlich mal Buffet! „Hey, wenn schon Halbpension bezahlt ist, will ich das natürlich maximal ausnutzen!“ Getreu dem alten Schwaben-Motto: „Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt!“ Also zwei Stunden morgens und zwei Stunden abends alles ausreizen, was das jeweilige Hotel so an Leckereien bereithält. „Ausgewogen – überbewertet! Naja, dass dann der „Ranzen spannt“ und ich nicht einschlafen kann – Kollateralschaden!“
  5. Die Königsetappe! Jawoll, am letzten Tag muss nochmal auf die extrem vorermüdeten Beine die sogenannte Königsetappe gepackt werden. Am besten in der Gruppe (siehe Punkt 2). Ideal ist es, das Frühstück abzukürzen, damit genug Zeit bleibt für den Westküsten-Klassiker von Alcúdia über Kloster Lluc, Soller bis Andratx und irgendwie auf dem letzten Zahnfleisch zurück. Für die ganz Harten natürlich bei der Gelegenheit nochmal kurz Sa Calobra einbauen, is klar!

Fertig ist das Desaster-Trainingslager „from hell“! Das Ganze multimedial dokumentiert für die armen Freunde, die im winterlichen Schmuddelwetter bei 3°C und Schneeregen laufen müssen.

Dumm nur, wenn dann aus völlig unerklärlichen Ursachen einen diese verdammte Grippe hinstreckt und das Immunsystem das die folgenden zwei Wochen nicht in den Griff bekommt…

Also, Sportsfreunde, etwas Spaß muss sein. Macht den oben karikierten Unsinn nicht und plant Euer Trainingslager sauber vor, haltet Euch an Euren Plan und lasst Euch nicht von den ganzen Irren verleiten, über Eure Möglichkeiten zu trainieren. Und lasst am Hotel-Buffet auch noch etwas für die anderen Gäste übrig. Bitte! Bedankt Euch hinterher bei mir!

Bleibt dabei entspannt und habt maximal Spaß – das ist aus meiner Sicht ein nicht zu unterschätzender Faktor (neben der Sonne und dem Vitamin D)!

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