SIGMA iD.TRI

SIGMA iD.TRI

Gleich vorweg: Es gibt aus meiner Sicht nicht DIE Sportuhr. Die von mir getestete SIGMA iD.TRI bereichert aber einem Markt, der ansonsten von völlig überteuerten Wearables geprägt ist, die aber häufig in ihrem Funktionsumfang weit über das Ziel hinaus schießen.

Die Firma Sigmasport (oder genau SIGMA-ELEKTRO GmbH) aus Neustadt an der Weinstraße beweist, dass man funktionelle Sportuhren und Radcomputer sehr wohl in Deutschland entwerfen und weltweit vermarkten kann.

Die SIGMA iD.TRI hat schon Triathlon im Namen und so gibt sie sich auch. Sie ist eine echte Multisport-Uhr. So gibt es voreingestellt bereits spezielle Programme für Swim/Bike/Run plus „Sonstiges“ (Other). Und natürlich besteht die Möglichkeit, während eines Koppeltrainings oder Wettkampfs, alle Splitzeiten sauber rauszustoppen (Swim – 1. Wechsel – Bike – 2. Wechsel – Run). Darüber hinaus hat sie ein nützliches, kleines Detail eingebaut, die schon so manchen Rookie (oder PRO!!) gerettet hätten: Einen Trink- und Verpflegungs-Alarm.

SIGMA iD.TRI durchaus schick

Zahlen, Daten, Fakten

  • Gewicht: 42 g
  • Connection: ANT+ und Bluetooth Smart
  • Akku-Laufzeit: „bis zu 8 Stunden“ – realistische 5h (mit GPS und Herzfrequenzmessung – es gibt auch einen „ECO-Mode“)
  • Lieferumfang: Uhr, Radhalterung, USB-Ladekabel oder alternativ mit zusätzlich Brustgurt und Trittfrequenzmesser
  • Farben: schwarz, rot, mint, neongelb
  • Preis (UVP): 179 bzw. 249 EUR (Straßenpreis aktuell s.u. ab ca. 145 EUR)
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Was uns auch sogleich zu einem DER Haupt-Vorteile dieser neuen Smartwatch bringt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis! Wer nicht für den Namen (Polar, Suunto, Garmin, Apple) bezahlen möchte und keine „Bells & Whistles“ braucht, der ist mit der iD.TRI unschlagbar gut unterwegs. Sie kann im Grunde alles, was Triathlet(in) so benötigt…plus noch ein paar Extras, die ganz nett sind oder mal das Leben retten können.

Funktionsumfang

  • So gibt es jede Menge verschiedener Ansichten mit allen nur erdenklichen Informationen (für mich minimalistischen Typen fast schon zu viel).
  • Als sehr hilfreich empfinde ich das „Smart Light“, das mir optisch anzeigt, ob ich beispielsweise in der richtigen Zone trainiere, Abbiege-Hinweise gibt oder mit anzeigt, dass der Akku voll geladen ist.
  • Die Uhr verfügt über einen Crash Alert, der selbständig einen Crash erkennt und Dir 30 Sekunden Zeit gibt, mit OK zu bestätigen, dass Du okay bist (sonst wird automatisch eine Meldung an eine zuvor definierte Telefonnummer abgesetzt mit u.a. Deinen Koordinaten).
  • Natürlich gibt’s den ganzen Quatsch wie bei anderen Uhren auch, wo „jeder ein Sieger ist“, es werden also ständig irgendwelche Bestzeiten angezeigt. Und selbstredend gibt’s auch einen sogenannten „Activity Tracker“ für die Menschen unter uns, die tatsächlich meinen, dass sie fitter werden, wenn sie 1000 Schritte am Tag gemacht haben.
  • Man kann vordefinierte Workouts (inklusive) abarbeiten oder sich welche drauf spielen. Das geht via DATA CENTER (PC/Mac) oder der SIGMA LINK App (Smartphone).
  • Über Bluetooth wird dann das gesamte Training in die andere Richtung verfügbar gemacht. Das funktioniert jetzt richtig gut (im Vergleich zum Vorgänger).
  • Wenn die Uhr via USB-Kabel am PC hängt, wird sie als eigenständiges Laufwerk erkannt und so kannst Du sehr einfach Daten hin und herschieben.
  • So kannst Du auch leicht .fit-Dateien über Komoot (Navigation – Touren) oder Workouts von TrainingPeaks auf die Uhr spielen.
  • Tatsächlich kann die Uhr auch Navigation inklusive Abbiege-Hinweise. Ziemlich viel für so ein kleines Kerlchen und das geht dann auch an die Grenze der Display-Möglichkeiten.
SIGMA LINK App

Die Auswertung funktioniert dann tadellos über das DATA CENTER am Rechner oder (besser) über die SIGMA LINK App am Smartphone via Bluetooth. Die App könnte IMHO noch etwas hübscher sein, ist aber absolut funktional.

Nachteile

  • Das Display ist aufgrund der Größe der Uhr recht klein. Und damit für den einen oder anderen – gerade während des Trainings/Wettkamps schwer ablesbar.
  • Die Akku-Laufzeit ist aufgrund der Größe der Uhr recht begrenzt. Realistische 5 bis max. 6 Stunden reichen im Rennen gerade für eine Mitteldistanz.
  • Das Auffinden des GPS-Signals kann schon mal die Geduld des Nutzers überfordern.

Vorteile

  • Allem voran natürlich der geringe Preis (bzw. das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis).
  • Die Bedienung ist denkbar einfach und selbsterklärend. Perfekt gelöst!
  • Es gibt tatsächlich einen barometrischen Höhenmesser. Stark!
  • Die Uhr ist wasserdicht (5 bar).
  • Du kannst eigene Trainingseinheiten (bzw. die vom Coach) draufladen. Perfekt!
  • Du kannst eigene Tracks (oder fertige über Komoot) draufladen. Sehr geil – wer’s braucht!
  • Das Smart Light erinnert Dich an wichtige Dinge (Abbiegen, Intervalle, Zielzonen, etc.). Wunderbar!
  • Das Teil ist unfassbar klein und leicht. I like!
Die SIGMA iD.TRI beim Aufladen

Das Thema Herzfrequenz-Messung habe ich mal bewusst ausgeklammert. Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich vom Thema Trainingssteuerung via HF eh nichts halte. Hinzu kommt, dass die modernen Uhren aus Bequemlichkeitsgründen optische Sensoren am Handgelenk verbauen (so auch hier). Diese sind bestenfalls grobe Schätzeisen und haben mit einem exakten Messgerät nichts zu tun (gilt aber für alle Uhren aller Hersteller). Ja, die Uhr ist natürlich auch mit einem Brustgurt koppelbar, aber, ach…. vergesst den Quatsch einfach!

Fazit

Die SIGMA iD.TRI ist eine echte Alternative für alle Multisportler, Triathleten und Trailrunner. Sie ist außergewöhnlich klein und leicht und kann im Grunde alles, was eine moderne Smartwatch können muss. Und noch ein paar Dinge mehr…

Wenn man sich mit den erwähnten Nachteilen abfinden kann – die nebenbei auch für fast alle Konkurrenzprodukte in ähnlichem Maße zutreffen – dann ist das eine echte Option, die Du Dir anschauen bzw. testen solltest! Aus meiner Sicht ganz klar Daumen hoch und eine Kaufempfehlung!

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