Recht haben

Recht haben

Im Sport ist es wie im richtigen Leben: Menschen wollen Recht haben, Recht bekommen bzw. Recht behalten. In diesem kurzen Denkanstoß möchte ich eine hilfreichere Alternative anbieten.

Dieses alternative Denkmuster ist ganz einfach und geht so: Statt ständig Recht haben, oder -bekommen zu wollen, versuche es mal mit dem Gegenteil: Gehe davon aus, dass du falsch liegst und versuche in Zukunft ein klein wenig weniger falsch zu liegen. Das nennt man dann Lernen.

Ständig Recht behalten zu wollen hat die Tendenz, deine eigenen Glaubensmuster zu beschützen. Und Glauben ist eben genau das: Glauben…und nicht wissen.

Wenn du dagegen versuchst, weniger oft falsch zu liegen hat das die Tendenz,

  • etwas selbstreflektierter durch die Welt zu gehen,
  • nicht an alten Dogmen störrisch festzuhalten (oft gegen jeden wissenschaftlichen Beweis oder einfache Beobachtung dessen, WAS IST),
  • etwas bescheidener zu werden,
  • mehr Fragen zu stellen und
  • mit mehr Neugier mehr neue Blickwinkel zu entdecken.

Ich durfte schon viele Athleten kennenlernen, die lieber Recht behalten wollten, statt Neues zu lernen, statt offen zu sein, dazu zu lernen und damit zu wachsen – als Mensch und nicht nur als Athlet. Statt neue Perspektiven einzunehmen und neue Dinge auszuprobieren, bekamen sie dann immer Recht von mir. Und haben ihre Ziele wieder und wieder nicht erreicht.

Aus dem Verkaufstraining kenne ich den Spruch

„Willst du verkaufen oder Recht behalten? Beides geht nicht gleichzeitig.“

Im Ausdauertraining sehe ich die exakt gleiche Frage:

„Willst du dich weiter entwickeln, wachsen, deine Grenzen ausloten und -verschieben, deine Ziele erreichen, siegen – oder Recht behalten? Beides geht nicht gleichzeitig.“

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