Ironman 70.3 Weltmeisterschaft

IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft – der Vorbericht

Besser spät als nie: Mein Vorbericht zur diesjährigen IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza und seinem wunderschönen Hinterland.

Während die Mädels schon racen, ein paar Gedanken zu einem der spannendsten Race-Setups der diesjährigen Langdistanz-Saison.

Glaskugel: Die Mädels

Ich darf das hier noch schreiben, denn dass Daniela Ryf das Ding gewinnen wird ist so sehr zu erwarten und quasi als „normal“ einzustufen, dass mein Favoriten-Pick hier niemanden ernsthaft überraschen sollte. Was für Daniela spricht ist neben ihren klaren physischen Vorteilen auch ihre technischen Fähigkeiten, erworben durch tausende Kilometer in und um St. Moritz. Ich denke, es gibt wenige Athleten, die so konsistent Pässe hoch und runter fahren wie „the Angry Bird“. All das wird gerade in den technischen Abfahrten der Alpes Maritime eine Rolle spielen. Ebenso dürfen wir nicht überrascht sein, wenn es einmal mehr ein taktisches Rennen wird (wie so oft in Kona) und sie gerade in diesen technischen Abschnitten ihren Konkurrentinnen massiv Zeit abnehmen wird.

Daneben dürfen wir gespannt sein, was Lucy Charles macht (sie sah sehr selbstbewusst und fit aus). Außerdem sollten wir auch die üblichen Verdächtigen in Form von Holly Lawrence und Ellie Salthouse achten. Was kann eine Imogen Simmonds (nach DER Show in Frankfurt)?

Erwähnenswert natürlich, dass gewisse hochgelobte Choaches es wieder einmal hingekriegt haben, dass eine Anne Haug und eine Laura Philipp nicht am Start stehen. Schade, ich hätte gern gesehen, was sie gegen die besten der Welt auf so einem selektiven Kurs drauf haben. DNS ist halt wieder mal der worst case. Dan natürlich auch: Kona ist wichtiger und lieber dort topfit am Start stehen.

Ironman 70.3 Weltmeisterschaft

Glaskugel: Die Jungs

Und bei den Jungs? Da ist der Blick in die Kristallkugel einmal mehr viel schwieriger. Als alter Sebi-Fan würde ich natürlich „unseren Jungen“ gern vorne sehen und traue ihm dieses Jahr (auch später in Kona) wieder einiges zu. Trotzdem ist das Star-Aufgebot natürlich überwältigend. Dem entsprechend meinte auch Sebi bei der Pressekonferenz (mal wieder bester Unterhaltungswert aller Pros), dass in Nizza wohl die meisten schneller schwimmen, einige auf dem Rad schneller fahren können und sowieso viel schneller laufen…und er im Grunde lediglich eine Randfigur sein kann. Das wird ganz bestimmt nicht so kommen, denn wenn Sebi so locker drauf ist, ist das immer ein gutes Zeichen! Dagegen traue ich Patrick Lange eher nichts zu. Nicht in Nizza, nicht auf einem solchen Kurs.

Auf der Rechnung haben muss man natürlich Javier Gomez und Alistair Brownlee – der Sieg wird sicher über einen (oder beide) gehen müssen. Außerdem bin ich extrem gespannt, was die norwegische Wikinger-Streitmacht in Form von Kristian Blummenfelt und Gustav Iden auf so einer Strecke über diese Distanz zu leisten im Stande ist. Sicher nicht optimal ist, dass das WTS Grand Final in Lausanne erst ein paar Tage zurück liegt. Aber vielleicht ist das auch gerade ein Vorteil, da die Kurzdistanzler sicher ihre Top-Form des Jahres haben.

Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein – naturgegeben mehr bei den Männern (wide open), als bei den Frauen (wo ich eine Daniela Ryf-Show par excellence erwarte). Bring it on!

BTW: Meinen Rennbericht gibt’s hier!

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