XTERRA Germany

O-See Challenge aka XTERRA Germany – der Vorbericht

Die gestrige Pressekonferenz war für mich mal wieder erhellend. Eine so große Veranstaltung wie die O-See Challenge aka XTERRA Germany auf die Beine zu stellen – das ist eine unglaublich komplexe Herausforderung. Jede Menge Menschen wollen überzeugt werden, viele kleine Zahnräder müssen möglichst sauber ineinander greifen und laufen. Eine sehr spannende Aufgabe, wie ich finde. Und natürlich schön zu sehen, wie die lokalen Politiker ein solches Groß-Event als klares Win-Win erkennen und entsprechend unterstützen.

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Die O-See PK 2019

Volles Haus mit jeder Menge internationaler PROs am Start. Von den „Altmeistern“ wie dem australischen „XTERRA Superstar-Ehepaar“ Ben & Jacqui Allen oder die „Quasi Heim-Favoritin“ Helena Erbenova-Karaskova, über junge Nachwuchshoffnungen wie unsere einzige deutsche Elte-Starterin Maria Döring bis zu den drei Top-Favoriten auf den männlichen DM-Titel Jens Roth, Max Sasserath und Peter Lehmann. Max schätze ich nach seinen Auftritten in der Landes- und Bundesliga und seinem Sieg gegen Sebi Kienle in Heidelberg persönlich momentan als den Stärksten ein. Aber wie immer gilt: Mann muss erstmal das Rennen finishen und das gilt gerade für Cross-Triathlons in besonderem Maße. Viel mehr kann schief gehen als auf der Straße.

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Das Wetter hingegen scheint uns wohlgesonnen. Es ist weder so heiß, trocken und staubig wie es schon war, noch ist strömender Regen und tiefer Matsch angesagt für das morgige Rennen. Die Trails sind nach meinen zwei Inspektionen so gut fahrbar, wie ich das überhaupt noch nie erlebt habe. So sollten auch die zwei technisch herausfordernden Downhills von allen gut zu meistern sein. Das Wasser im O-See hat super-angenehme 22°C – ergo wird es wohl wieder eine kurzfristige Entscheidung am Renn-Morgen geben, ob mit oder ohne Neo geschwommen wird. Ich tippe mal auf die gleiche Situation wie vor zwei Wochen in Prachatice: Die Elite-Starter ohne, die Agegrouper mit Neo.

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Die O-See Challenge erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit, auch wenn die Zahlen leicht hinter dem EM-Jahr 2018 bleiben. 1339 Starter sind gemeldet, davon wie in den Vorjahren ca. 15% aus den Ausland. Letztere kommen naturgegeben aus dem benachbarten Ausland (Tschechien, Polen) sowie „klassischen“ XTERRA-Hochburgen wie Frankreich, Holland und der Schweiz.

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The Race Course

Wie praktisch in jedem Jahr, so gibt es auch 2019 wieder ein paar kleinere Streckenänderungen. Daher sind Vergleiche über die Jahre nicht wirklich möglich und sinnvoll. In allen drei Fällen wird die Trassenführung beim Biken ein klein wenig schwerer und der Trail-Anteil noch höher. Der ohnehin schon sehr lange Ein-Runden-Kurs wird damit noch dominanter, als er eh schon ist und ich bin froh, dass ich im Engadin ein wenig an meiner Radform drehen konnte. Der seit letztem Jahr deutlich verbesserte Zwei-Runden-Laufkurs ist geblieben. Man spürt auf jeden Fall, dass die Organisatoren eher vom Biken, als vom Laufen kommen. Das war bei der EM in Prachatice (CZ) vor 14 Tagen mit einem Hammer-Laufkurs etwas besser gelöst. Aber die Möglichkeiten rund um den See sind naturgegeben etwas eingeschränkter. 

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XTERRA (overall) vs. DM-Wertung

Bei den Elite-Stertern der DM-Wertung ist die Sache recht klar (s.o.), während in der XTERRA Overall-Wertung die Dinge deutlich offener sind und es wahrscheinlich die üblichen Verdächtigen unter sich ausmachen werden. Mit Francois Carloni (FRA), Xavier Dafflon (SUI), Arthur Serrières (FRA), Rui Dolores (POR), Doug Hall (GBR), Maxim Chané (FRA), Peter Lehmann (GER) und Samuel Jud (SUI) stehen bei den Männern acht der Top 10 der XTERRA European Tour-Wertung an der Startlinie. Bei den Frauen sind mit Helena Karásková-Erbenová (CZE), Brigitta Poór (HUN), Carina Wasle (AUT), Anna Tomica (POL), Maria Döring (GER) und Mathilde Bolzan (ITA) immerhin noch 6 Damen der aktuellen Top 10 am Start. Insgesamt 50 Elitestarter aus 18 Nationen sind an den O-SEE im Naturpark Zittauer Gebirge gereist und wollen im Kampf um Podium und Preisgeld „ein Wörtchen“ mitreden.

Also ich freue mich schon und bin gespannt wie ein Flitzebogen, was das morgige Rennen so bietet. Und als kleine Einstimmung hier der offizielle Afterrace-Movie vom XTERRA Czech:

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