Ausdauertraining

No Nonsense Training

In diesem Artikel möchte ich gleich vorab mein No Nonsense Training und die dahinter liegende Philosophie erklären und aufzeigen, warum die Investition in einen GUTEN Coach (in Abgrenzung zu einem einfachen Trainingsplan-Auslieferer) sehr sinnvoll sein kann.

Vielleicht wunderst du dich, mit was für spannenden „Ideen“ die Bücher und Fachmagazine seit Jahren gefüllt sind. Seit ich diesen, unseren wunderbaren Triathlon-Sport betreibe (erstes Triathlon-Finish im Mai 1985, erstes Lauf-Finish im Juli 1975) werden jede Menge Bücher publiziert und monatlich/zweimonatlich/vierteljährlich die Gazetten mit den immer wieder gleichen Themen gefüllt. Zugegeben, die Trainingslehre hat sich in dieser langen Zeit etwas weiterentwickelt. Aber für Dich und mich hat sich im Grunde nicht viel geändert. Du und ich – ganz normale Amateure, die einer Arbeit nachgehen und noch ein Leben jenseits des Sports haben – wir können genau das trainieren, was wir auch in den Achtzigern trainiert haben (und nebenbei erwähnt: damals musste ich mit meiner 10k-Bestzeit von 32:21 froh sein, unter die Top 10 zu kommen – es gab viel mehr gute Läufer in der Spitze als heute).

Daraus ergibt sich auch mein No Nonsense Training und die zugrunde liegende Philosophie (auch kurz „NoNo-Training“). Von „no nonsense“ spricht man im Englischen, wenn man an den gesunden Menschenverstand appelliert, wenn man nicht jeden Unsinn glaubt. Wenn man bewährte Methoden einsetzt, die bereits die großen Sportler der Vergangenheit mit Erfolg einsetzten. Wenn man neumodischem Quatsch mit einer gewissen Skepsis und Argwohn begegnet.

Mit Helena Karaskova im Ziel des XTERRA Germany 2019 - No Nonsense Training!

Student of the Sport

Interessant ist, wenn man – wie einer der Großen unseres Sports, Chris McCormack, es immer ausdrückte – ein „Student of the Sport“ ist, sich also über viele Jahre sowohl mit der Theorie, der Trainingslehre und -wissenschaft, als auch der Umsetzung in der Praxis beschäftigt hat. Interessant vor allem dann, wenn man Jahr ein Jahr aus immer wieder neue Ideen und Theorien anhören darf, die aber in der Praxis einfach nicht standhalten. Übrigens war auch Macca ein großer Befürworter von No Nonsense Training!

Kennt jemand noch die Atkins-Diät?

Nehmen wir beispielsweise einen durchaus entscheidenden Aspekt der ganzen Gleichung, die Ernährung. Über viele Jahr galten Fette prinzipiell als „schlecht“, als der Verursacher von Fettleibigkeit. Dann kam ein gewisser Herr Atkins mit seiner tollen „Atkins-Diät“ daher und plötzlich waren Kohlenhydrate der Hauptschuldige (nur für die Jüngeren unter uns: nein, der momentane no-carb/low-carb-Hype ist nichts Neues – das gab es wirklich schon einmal vor einigen Jahren und ja, es war damals genau so ein kompletter Bullshit wie heute). Das Pendel scheint – nur exemplarisch an diesem Thema gezeigt – in gewisser Regelmäßigkeit von einem Extrem zum anderen zu schwingen.

Was kannst du daraus mitnehmen? Du musst nicht jeden neuen Trend mitmachen. Auch brauchst du nicht jedes neue Gadget (technische Hilfsmittel) besitzen und einsetzen. Und auf einer Online-Plattform musst du auch nicht alles tracken. Im Gegenteil kannst Du sehr viel Zeit damit verbringen,

  • herauszufinden, was das beste Gerät, die beste Online-Plattform etc. ist
  • jede Menge Daten zu sammeln über Herzfrequenz, Trainingszonen, Wattwerte, Sweat Rates, O²-Aufnahme und CO²-Abatmung, glycolytische Details und noch tausend andere Sachen
  • um dann natürlich diese Daten stundenlang zu analysieren, in schicken Diagrammen und Schaubildchen anzuschauen und anderen zu präsentieren

…nur um irgendwann festzustellen, dass Du noch keinen Meter trainiert hast.

Mit Mathieu im Zielgespräch - ein Fan von No Nonsense Training!

Bitte versteh‘ mich nicht falsch! Ich komme jetzt vielleicht wie ein alter, mürrischer Mann daher, der die besten Zeiten gesehen hat und an altgewonnenen Gewohnheiten und Traditionen festhalten will. Aber das ist nicht wahr. Wie schon erwähnt: Ich bin ein „student of the sport“.

Ich sehe allerdings mit 35 Jahren Ausdauersport-Erfahrung einige Dinge mit etwas mehr Abstand und im Kontext gewisser Entwicklungen. Und ich habe schon tausend Dinge ausprobiert und ebenso viele Fehler gemacht. Dabei habe ich immer und immer wieder bestimmte Dinge bestätigt gesehen, Dinge, die einfach funktionieren. Und andere Dinge, die einfach nicht funktionieren – oder nicht so gut.

Was bedeutet das für dich?

Hier kommen wir zu dir, lieber Leser: Du brauchst nicht alle Fehler selbst zu machen. Du kannst lernen von einem erfahrenen Coach (ob von mir oder einem anderen Kollegen). Du brauchst auch nicht gleich tausende Euros in die allerfeinste Ausrüstung zu stecken. Das Meiste kannst du dir ohnehin sparen, zumindest zu Beginn. Wenn du dich langsam aber sicher stetig deinem individuellen Potenzial annäherst, können wir nochmal drüber reden. 😉

Nachdem ich mir also schon sehr lange die Triathlon-Landschaft anschaue und immer wieder die selben Probleme sehe, was das effiziente, zielgerichtete Ausdauertraining betrifft, biete ich hier meine (bis dato nur privat angebotene) Coaching-Dienstleistung auch ein paar wenigen, ausgesuchten Athleten an.  Erstens habe ich einen richtigen „paying“ Job, zweitens möchte ich selbst noch Sport auf möglichst hohem Niveau betreiben und drittens kann ich auf dem hier angestrebten, sehr individuellen Top Level-Coaching nur wenigen Athleten helfen, wenn ich genügend Zeit in jeden einzelnen investieren möchte.

Wenn Du also Ziele hast und diese regelmäßig NICHT erreichst, dann kontaktiere mich einfach. Gleich vorweg, um Deine Erwartungshaltung zu strukturieren: Du solltest Dich einerseits voll committen, alles zur Zielerreichung notwendige zu tun und auch einen entsprechenden Betrag in die Unterstützung Deiner Zielerreichung zu investieren. Ich möchte hier absolut individuelle Unterstützung für genau deine spezielle Situation anbieten. In aller Regel geht es dabei um viel mehr als nur das rein körperliche Training. Es geht meist um Themen wie Mindset, Identität, Vision, Werte & Glaubenssätze, emotionale Stabilität und mentale Stärke. Aber dazu mehr in einem persönlichen Gespräch…

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2 Comments

  1. Pingback: Zu schlapp zum Trainieren? - Jörg Schneider Triathlon Coach

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