Hohenneuffen-Berglauf 2019

Hohenneuffen-Berglauf 2019

Nachdem ich nun wieder einige Jahre ausgesetzt hatte, wollte ich unbedingt mal wieder den Hohenneuffen-Berglauf 2019 laufen. Bisher hatte ich ja fast immer Glück mit dem Wetter bei Wettkämpfen in diesem Jahr. Aber ich hätte es wissen müssen: Es ist Kraichgau-Wochenende – und da ist es IMMER HEISS! Noch vor wenigen Tagen wünschte man sich vielleicht ein klein wenig mehr Sommer … und dann das: Innerhalb von zwei Tagen von 0 auf 100 bzw. von 15°C auf 30°C.

„Naja, was soll’s“, dachte ich mir, „muss ich halt durch!“ Bereits in der Nacht hatte es nicht richtig abgekühlt, morgens ging es aber noch einigermaßen im Schatten. Ich opferte dann auch eine Trinkflasche, um mich bis kurz vor den Start nass und kühl zu halten (s.o.). Das war eine gute Idee, aber wie immer nicht genug.

Anyway. Nach Abholung der Startunterlagen, Schwätzle hier und Schwätzle dort, lief ich hinunter nach Linsenhofen zum Start als Warm-up. Ein bisschen Gymnastik, ein paar Steigerungen…und wupp…war es auch schon Zeit, zur Startlinie zu gehen.

Wie immer stürmten die üblichen Verdächtigen los, als gäbe es kein Morgen. Ich will mal nichts sagen, wenn Seriensieger Yossief Tekle, die Glemser Gang und ich noch hinter der Startlinie stehen, während andere bereits den halben Weg zum Hohenneuffen zurück gelegt haben… Aber vielleicht waren wir alle auch einfach etwas zu langsam… 🙂

Wie immer beim Weg hoch zur Burg, liefen viele deutlich zu schnell an und mussten das früher oder später teuer bezahlen. Trotzdem fühlt es sich komisch an, wenn man schon am Hundesportplatz aus den Top 20 raus ist.

In Balzholz dann wieder ein herrliches Spalier der Kinder vom „Kids Run“ und glücklicherweise der ersten Becher Wasser. Peter, der mit Bernd Weis losgelaufen war, kam an der zweiten Verpflegung langsam wieder zu mir zurück. Ohnehin begann dann allmählich meine Aufholjagd. Spätestens oben an der Liftspur fand ich endlich (viel zu spät) so etwas wie einen Rhythmus (was auf dieser total unrhythmischen Strecke ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit darstellt).

Von da an – ungefähr die Hälfte der Strecke ist zurückgelegt – ging es dann langsam aber sicher nach vorne. Auf dem Fahrweg angekommen tat sich noch nicht so viel, es formierte sich dann aber ein Vierer-Grüppchen – ich am Ende. So liefen wir auch in den berühmt-berüchtigten Wurzeltrail. Oben angekommen hatte ich schon einen der Kollegen überholt, noch zwei Weitere vor mir. Nummer Zwei musste dann schon vor dem Tunnel dran glauben und der Erste leistete erbitterten Widerstand bis zum Vorhof der Burg. Hintenraus geht dann irgendwie immer noch ein bisschen mehr, auch wenn man sich schon total platt fühlt.

So reichte es immerhin noch zu einem versöhnlichen 11. Platz overall, allerdings nur dem 2. Platz in der M50. Aber unter den gegebenen Umständen (viele Rennen, voll aus dem Training für wichtigere Aufgaben und dann die Hitze, die mich einfach immer mehr belastet als alle anderen) ging das voll in Ordnung. Die Zeiten waren durch die Bank richtig langsam (mit Ausnahme von Daniel Noll, der so zum ersten Mal den Seriensieger Tekle bezwingen konnte).

Im Ziel oben auf der Burg dann wie immer ein Traum: Die vielen bunten Läufer, blauer Himmel und Sonnenschein, ein üppiges Ziel-Buffet und der Austausch unter Gleichgesinnten. Schließlich ging’s dann mit Reinhold gemütlich auslaufend wieder hinunter nach Beuren, duschen, Mittagessen und Siegerehrung.

Erstaunlicherweise haben wir es sogar noch geschafft (dank u.a. sehr starkem Lauf von Reinhold), den 2. Platz in der Mannschaftswertung hinter dem Sparda-Team Rechberghausen zu belegen. Wie immer in Beuren gab es hübsche Preise und die obligatorischen Thermen-Gutscheine.

Insgesamt war das ein wie stets lohnender Ausflug in meine ehemalige Heimat. Nette Leute, schönes Wetter, top Organisation von Frank & Michi und dem ganzen Team. Alles tip top. Und für die spontane Temperaturerhöhung in den letzten zwei Tagen kann ja niemand etwas.

Overall hat Yossief Tekle zum ersten Mal nach vier Jahren ununterbrochener Herrschaft auf der Burg den Sieg abgeben müssen an einen entfesselt laufenden Daniel Noll, welcher seinerseits schon Jahre an diesem Kunststück arbeitet. Das Podium komplettierte Tobias Sippli. Bei den Mädels musste sich ebenfalls die Top-Favoritin und mehrfache Siegerin Monika Pletzer einer ganz starken Elke Keller geschlagen geben. Platz 3 ging an Pia Holzer. Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Race Stats:

  • Wetter: Sonne, ganz leichter Nordwind bei 26-28°C, beim Heimfahren steht zum ersten Mal die Drei vorne in diesem Jahr
  • Strecke: 9,3 km mit 535 Hm+ und 180 Hm-
  • Zeit: 45:48
  • Platzierung: 11. Platz overall (2. M50)
  • Ausrüstung: Pearl Izumi Shirt, Humanspeed Short, Compressport Socken und Adidas Adizero Sub2 Laufschuhe
  • Ergebnisliste gibt’s hier!
  • Danke an den Organisator und „Mädchen für alles“ Frank Klass für die Fotos!
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