ALB-GOLD Triathlonliga 2019 Neckarsulm

ALB-GOLD Triathlonliga 2019 Neckarsulm

Mister P. oben im Himmel meinte es (relativ) gut mit uns und schickte ein recht angenehmes Sonne/Wolken-Mix mit akzeptablen 14°C und böigem Nordwind, welcher aber von den steilen Weinbergen um den Wettkampf-Standort Neckarsulm weitgehend neutralisiert wurde. Der Auftakt der ALB-GOLD Triathlonliga in Neckarsulm konnte also beginnen.

Zu unserem Mega-Handicap durch den Ausfall von Rolf (ich dachte eigentlich, ich wäre der Einzige, der auch mal am Wochenende arbeiten muss), kam auch noch, dass unser vierter Mann am Renntag in letzter Minute absagte wegen Aua. Das gab dann gleich nochmal eine Extra-Portion Druck, denn nun durften wir uns keinen Ausfall leisten.

Pre-Race

Nach Jedermann- und allen möglichen Kinder- und Jugendrennen (Racepedia-Cup) kamen alle BaWü-Ligen (ohne die Landesliga Süd) zu ihrem ersten Renneinsatz der Saison 2019. Als wir am Aquatoll ankamen, waren dementsprechend schon alle Parkplätze belegt und die Stadt schickte sogar einen extra Sheriff, der uns ganz wichtig von unserem völlig legitimen Parkplatz wieder verscheuchte. S’Engele entfernte sich dann noch unerlaubt vom Fahrzeug, was etwas zusätzlichen Stress gab durch den willkürlich früh angesetzten Eincheck-Cut-off. Dadurch war ich sicher der Letzte, der sein Bike wenige Minuten vor Schluss eincheckte. Danach hatten wir allerdings wieder alle Zeit der Welt, denn wir „Masters“ starteten erst ab 15:05 Uhr. Warum Der BWTV eine automatische Einteilung nach einem so relevanten Kriterium wie „Alphabet“ vornimmt, wird mir wahrscheinlich für immer schleierhaft bleiben, aber so hatte ich mit meiner späten Startzeit von 15:17:45 Uhr schon gleich mal ein ordentliches Handicap. Warum nicht einfach die Teamchefs auswählen lassen, in welcher Reihenfolge innerhalb des Teams gestartet werden möchte?

The Swim

Geschwommen wurde im fantastsichen 50m-Hallenbad (welch ein Luxus!) 700 Meter im Zickzack-Modus. Durch meinen Start ganz hinten im Feld musste ich jede Menge gemütlicherer Kollegen überholen und ließ dadurch leider die eine oder andere Sekunde liegen, während Team-Kollege Blumi ganz vorn in ruhigem Wasser seine Bahnen drehen konnte. Um es noch schlimmer zu machen, kriegte ich eine Voll-Attacke Handgelenk gegen Unterarm ab und ich dachte schon, dass der jetzt gebrochen ist. Fettes Hämatom hinterher, aber sonst alles gut. Und an die lieben Kollegen: Bitte seid doch so nett und schwimmt sauber an der Leine und nicht unnötigerweise in der Mitte! Ist doch nicht so schwer…

Trotzdem noch die siebtbeste Schwimmzeit abgeliefert, aber durch den Jagdstart hast Du absolut null Plan, wo Du Dich befindest. Die Zuschauer natürlich auch nicht. Aber im Bad ist das halt leider nicht anders abbildbar mit der Masse an Teilnehmern (17 Masters-Teams á 4 Mann).

Raus aus dem Wasser, schöner Teppich, Wechselzone auf dem Parkplatz extremst gut organisiert und aufgeräumt. Flotter Wechsel (am Vortag extra nochmal geübt, nachdem ich in Pontevedra das so vergeigt hatte) und ab geht’s auf’s Rad. Den Wechselbalken könnte man deutlicher markieren.

The Bike

Und dann geht’s ab auf die Radstrecke, vor der mich bereits einige Athleten gewarnt hatten. In Kürze: Eine 5,1 km lange Runde. Kurz flach (gerade genug, um sauber in die Schuhe zu kommen), dann ein langer, teils steiler Anstieg, dann eine entsprechend steile Abfahrt und wieder ein paar Meter flach. Kommentar eines Athleten: „Muss die Radstrecke denn sein?“ Das macht das Ganze natürlich NOCH radlastiger, als es eh schon ist (aber das bin ich ja von den XTERRAs gewohnt). Auf der positiven Seite ist das eine landschaftlich extrem reizvolle Strecke durch wunderschöne grüne Weinberge mit fantastischen Ausblicken. Wirklich sehr schön und kurzweilig.

„Mechanical“

Leider habe ich zum ersten Mal ein „Mechanical“, ein technisches Problem mit meinem Rad. Die Kette will nicht so, wie sie soll. Das war beim Herrichten nicht erkennbar und ich frage mich, was plötzlich schief lief. Da muss ich nachher mal danach schauen. Die Kette ist fast neu, aber irgendwas passt nicht. Anyway. Dadurch springt sie immer gerade in den Momenten, wo ich einen dicken Gang einlege und ordentlich Druck machen will. Sie macht dann ganz üble Geräusche, die mich daran zweifeln lassen, ob ich den Radteil überhaupt fahrend beenden kann. Denn beenden muss ich ihn sowieso, weil wir sonst aus der Team-Wertung fliegen (s.o.). Aber glücklicherweise hält die Kette bis in die T2, auch wenn ich mehrfach absteigen und sie wieder auf das kleine Kettenblatt friemeln muss. Dadurch, dass ich meinen ELEMNT BOLT dabei hatte, kann man auf Strava gut ablesen, was mich das so an verschiedenen Streckenabschnitten gekostet hat. Nach Platz 7 beim Schwimmen so leider nur Platz 26 beim Radeln.

The Run

Dann wieder ein flotter Wechsel und ab ging die Post mit meinen neuen Rennschlappen (Adizero Sub2). Nach einem ersten Test am Vortag wurden sie nicht nur für gut befunden, sondern auch tatsächlich noch besser als die alten DS Racer. Nun machte der späte Start durchaus Spaß, denn ich konnte die ganzen 5 Kilometer nur überholen, überholen, überholen. Am Ende verpasse ich die schnellste Laufzeit denkbar knapp um eine lausige Sekunde an Heiko König (Glückwunsch, Mann!). Im Ziel alles gegeben und ordentlich fertig durch das steile Bergauf- und Bergablaufen. Blumi und Christian warten auch schon und konnten sich mit Platz 33 und 34 leider nur im Mittelfeld platzieren. Keiner mag mir High-Five oder auch nur die Hand geben, da die Flossen noch ganz schwarz sind von der Kettenschmiere. Bei mir selbst reicht’s noch zu Platz 6 aller Masters und Platz 2 in der M50. Gratulation an die Gesamtsieger Stefan Heusel von der TSG Reutlingen und Heiko König von der DJK Schwäbisch-Gmünd – ganz starke Leistung!

Insgesamt kann man die Team-Performance unter der Überschrift „Schadensbegrenzung“ abhaken. Meine Swim & Run-Performance lässt hoffen und beim nächsten Mal funktioniert netterweise auch mein Bike mal wieder, wie es soll…und dann sollte eine Podiums-Platzierung im Bereich des Machbaren sein. Und mit Rolf in Höchstform und Blumi vielleicht auch etwas fitter…könnte das Team-Ergebnis auch für’s Podium reichen.

Race Stats:

  • Wetter: Sonne/Wolken-Mix bei 14°C, böiger Nordwind
  • Strecken: 700 m Swim im Hallenbad – 20,4 k Bike mit 400 Hm – 5,4k Run mit nochmal fett Höhenmetern (keine Uhr dabei gehabt)
  • Zeiten: 10:49 (7. Swim) – 1:25 (T1) – 40:51 (26. Bike) – 1:25 (T2) – 19:03 (2. Run) = 1:13:33 (6. Gesamt)
  • Platzierung: 6. Platz Masters (2. M50), 6. Platz Teamwertung
  • Ausrüstung: Humanspeed-Einteiler, Zone3 Goggles, Fuji Norcom Straight TT-Bike, SCOTT Tri Carbon Schuh, SCOTT Centric Plus Helm, Oakley Radar EV Path Brille, Adidas Adizero Sub2 Laufschuhe
  • Ergebnislisten gibt’s wie immer hier beim BWTV!
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0 Kommentare

  1. Die Startzeiten werden durch den BWTV alphabetisch innerhalb des Teams vergeben. Warum das nicht der Teamcaptain festlegen kann weiß keiner….

  2. Danke, lieber Max (welcher Max Du auch immer bist). Ja, Rolf hat mich auch bereits informiert.
    Also hiermit die große Bitte von uns Athleten, lieber Peter Mayerlen (falls Du mitliest): Lasst doch die Teams selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge sie starten wollen. Sonst ist der blanke Zufall im Spiel.
    Und wie immer gilt: Ein wenig mehr vom Kunden (hier: Athleten) her denken, würde so manchem Menschen, Unternehmen oder Verband gut tun.
    Danke schon mal vorab
    Jörg

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