Schwalbe Racing Ray

Schwalbe Racing Ray & Racing Ralph

Wenn ich schon ein Produkt teste, dann will ich auch nicht einfach nur die Pressemitteilung des Herstellers abdrucken. Mein Anspruch ist dann eben auch, dass ich es ein paar Wochen – besser Monate – ausgiebig nutzen, überprüfen, begutachten kann, um dann mein ganz persönliches Urteil zu fällen, auf das sich die Leser dann auch stützen können. Ergo habe ich gleich nach der Eurobike im Juli die neue XC-Waffe aus dem Hause Schwalbe auf mein Race-Fully (SCOTT Spark RC World Cup) aufgezogen: Die Kombination aus dem neuen Schwalbe Racing Ray für vorne und dem völlig überarbeiteten Racing Ralph für hinten.

Racing Ray / Racing Ralph im Dauertest

Seitdem sind die zwei unterschiedlichen Reifen für Vorder- und Hinterrad im Dauereinsatz. Warum zwei unterschiedliche Reifen? Weil die Anforderungen im Cross Country-Bereich für Vorder- und Hinterreifen doch recht unterschiedlich sind. Die Reifen für moderne XC-Strecken (und das gilt analog für den Cross-Triathlon) müssen besonders leicht rollen und dennoch zuverlässig und haltbar sein. Das Profil muss auf unterschiedlichsten Böden bei allen Wetterbedingungen tadellos funktionieren. Kurvenführung, Beschleunigung, Grip, Rollwiderstand und Bremsleistung sollten perfekt austariert sein. Die perfekte Lösung ist dann nur möglich, indem spezielle Reifen für Vorder- und Hinterrad entwickelt werden. Hierzu hat sich Schwalbe entschlossen und damit die neue Referenz für diesen Sport geschaffen.

Schwalbe Racing Ray & Racing Ralph an meinem SCOTT Spark RC

Um es vorweg zu nehmen: Ich musste so lange mit meinem Bericht warten, weil wir ja bis vor Kurzem den Wahnsinns-Dauersommer mit staubtrockenen Pisten hatten und ich die Dinger gern auch mal auf nassem Untergrund und im Matsch ausprobieren wollte.

Eine geile Reifen-Kombination!

Was soll ich sagen: Der Hammer! Es beginnt damit, dass sich die Reifen viel besser als ihre Vorgänger (oder so manches Konkurrenzprodukt) beim inzwischen – zumindest im MTB-Bereich – selbstverständlichen Einsatz als Tubeless-Reifen sensationell einfach auf die Felgen „saugen“. Plopp. Plopp. Fertig! Halten seit Juli einwandfrei die Luft. Genau so sollte das sein!

Inzwischen bin ich jede Menge Kilometer auf jeder Art von Terrain gefahren und bin echt begeistert. Trotz aggressivem Profil rollt der Racing Ray geschmeidig, schnell und leise ab – auf seinem fast geschlossenen Mittelsteg (s.o. in meinem Unboxing-Video) aus den versetzt angeordneten Centerblocks. Mit seinen vielen Griffkanten in Längsrichtung findet der Reifen immer die richtige Balance zwischen Leichtlauf und Grip. Super Selbstreinigung inklusive (sehr offenes Profil). Der Hinterreifen Racing Ralph wurde vollkommen überarbeitet – wer die alte Variante kennt, erkennt kaum noch Gemeinsamkeiten. Der „Neue“ ist echt nochmal deutlich verbessert worden. Die massiven Blocks in der Mitte und die gut abgestützten Stollen an der Schulter und im Übergangsbereich bieten zahlreiche Griffkanten für Traktion und Vortrieb. Gleichzeitig rollt er super und ist geradezu leise.

Ich fuhr beide Reifen mit der Reifenbreite 2,25 Zoll. Beide sind mit dem fantastischen „Addix Speed Compound“ ausgestattet, verfügen daher über phänomenalen Grip, sind mit der „Tubeless Easy-Technik“ ausgestattet (funktioniert – siehe oben) und verfügen über Snake Skin. Nachdem ich nun auch schon einige Rennen mit den Pneus gefahren bin, kann ich kaum zufriedener sein. Gerade bei der Cross-Triathlon EM in Ibiza Ende Oktober war die Strecke ein echter Reifenkiller. Während zahllose Mitbewerber an der Strecke beim Flicken standen konnte ich dank der Racing R’s problemlos, dank Tubeless mit niedrigem Druck (1,5 bar vorn, 1,8 bar hinten) und super Grip der EM-Medaille entgegenrollen.

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5 Comments

  1. Hallo Jörg,

    vielen Dank für den Testbericht.
    Also vorne montierst du den Racing Raz und hinten den etwas profilierteren Racing Ralph?
    Ist der Grund das höhere Gewicht auf dem Hinterreifen? Mir rutscht ja gerne auch mal das Vorderrad in der Kurve weg – könnte aber auch an meiner mangelnden Technik liegen.

    Grüße,

  2. Hallo Moritz,
    dass der Racing Ray weniger profiliert ist, kannst Du so nicht behaupten. Er ist nur anders profiliert. Und er hat gerade im Randbereich tiefe, mächtige Stollen, die das von Dir erwähnte Wegrutschen des Vorderrades verhindern sollen.
    Erfahrungsgemäß hilft da aber natürlich auch eine bessere Fahrtechnik (und vielleicht manchmal auch eine etwas weniger risikoreiche Fahrweise). 😉
    Gruß, Jörg

  3. Hallo Jörg,

    den Racing Ray gibt es zwar auch im Speed Compound (rote Linie) aber am VR fährt man ihn zumeist im Compound SpeedGrip (blaue Linie). Letzteres ist auch Deine Wahl. Übrigens, gratuliere herzlich zur EM-Medaille!

    Gruß
    Frank

  4. Hallo!
    Der racing Ralph klebt bei mir auf dem Asphalt Kann das sein?
    Habe den alten auch racing Ralph wieder aufgezogen rollt eindeutig besser.

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